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Wir arbeiten für die Region mit freundlicher Unterstützung der Städtischen Werke Guben GmbH

Veranstaltungen

Allerweltscafe [21.09.2017]
Live in Concert + Reisebericht + Fotoshow Richie Arndt [22.09.2017]
Sonderausstellung: HANDWERK - Werke der Hand [22.09.2017 - 26.11.2017]
Herbstwandern (Wanderführung) [23.09.2017]
Ü30 - Glamour Night - Die Party nur für Erwachsene! [23.09.2017]





 



 


Das Projekt wir aus den Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojwodschaft Lubuskie)-Brandenburg 2007-2013, Small Projekt Fund und Netzwerkprojektefonds der Euroregion Spree-Neiße-Bober, kofinanziert. „Grenzen überwinden durch gemeinsame Investition in die Zukunft.“

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Bräuche und Traditionen, als wichtiges Gut in Guben

Im 13. Jahrhundert gestattete Markgraf Heinrich der Erlauchte, den Bürgern von Guben die Viehweide bei der Stadt in Hopfengärten und Weinberge zu verwandeln. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Guben zu dem größten und bedeutendsten Anbaugebiet der Niederlausitz. Der Wein brachte den Bürgern Gubens und der Umgebung einigen Wohlstand und wurde zum Haupterwerbszweck. Bis zum 18. Jahrhundert ist von 1000 Weinbergen die Rede, die Hoch-Zeit des Niederlausitzer Weinbaus. Doch seit der Mitte des 18. Jahrhunderts, verlor der Weinbau in der Niederlausitz an Bedeutung. Mit dem Fall der innerdeutschen Zollschranken und mit der Ausbreitung der Eisenbahn, kam der süddeutsche und südländische Wein, der dem neuen Geschmack entsprach. Die Winzer ersetzten die Reben durch Obstbäume.

Anfang des 20. Jahrhunderts, war Guben als Blüten- und Gartenstadt bekannt, mit mehr als 100.000 Obstbäumen auf den Gubener Bergen. Zur Baumblütezeit, fuhren Sonderzüge aus Berlin in die beschauliche Kleinstadt und die Touristen bevölkerten die mehr als 100 Gartenlokale. Über 200 Apfel-, Birnen- und Pflaumensorten, waren im damaligen Gartenbauverein verzeichnet. Hier ansässige Sorten, wie der Apfel "Gubener Warraschke", die Pflaume "Gubener Spilling oder die Kirsche "Gubens Ehre", sind noch heute in Gubens Gärten zu finden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, war die Stadt fast vollständig zerstört. Durch die deutsch-polnische Teilung der Stadt in Guben und Gubin, verlor sie zwar die ökonomische Bedeutung des Obstanbaus, doch an den Traditionen wird bis heute festgehalten. Das Stadtfest "Frühling an der Neiße", erinnert an die Baumblütenfeste und das "Gubener Appelfest" ehrt die Bedeutung des Apfels, umgangsprachlich auch "Appel" genannt. Vereine wie die Pomologische Gesellschaft zu Guben, oder der Gubener Weinbau e.V., pflegen und sichern alte regionale Obstsorten und Weine.


 

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